Die Juristische Fakultät der Universität Potsdam und der Verein ihrer Freunde und Förderer verabschiedeten am 4. November 2026 die Absolventinnen und Absolventen des akademischen Jahres 2025/26. Mit 212 Bachelorabschlüssen, 173 Abschlüssen in der Ersten Juristischen Prüfung – darunter zwei mit der äußerst seltenen Höchstnote „sehr gut“ –, 68 Masterabschlüssen und elf Promotionen war es ein besonders erfolgreicher Jahrgang. Beim Festakt auf dem Campus Griebnitzsee gratulierten die frühere Vizepräsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Professorin Dr. Doris König, und der neue Präsident des Gemeinsamen Juristischen Prüfungsamts Berlin-Brandenburg, Markus Tielke, den Absolventinnen und Absolventen. Doris König hielt zudem einen Vortrag zum Thema „Gefahren für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – Können wir etwas tun?“
Ein feierlicher Höhepunkt war die Verleihung des Wolf-Rüdiger Bub-Preises in Anwesenheit der Familie des 2022 verstorbenen Stifters. „Wir freuen uns sehr, dass der nach seinem Stifter, Professor Dr. Wolf-Rüdiger Bub, benannte Fakultätspreis in diesem Jahr bereits zum 30. Mal an die Jahrgangsbesten der Juristischen Fakultät verliehen werden kann“, erklärte Professor Dr. Robert von Steinau-Steinrück, langjähriges Vorstandsmitglied des Vereins der Freunde und Förderer der Juristischen Fakultät. „Dank der anhaltenden Unterstützung durch die Familie wurde der jährlich mit 10.000 Euro dotierte Preis auch nach dem Tod des Stifters in seinem Andenken weitergeführt. Seit 1996 wurde er an insgesamt 261 Absolventinnen und Absolventen verliehen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des juristischen Nachwuchses an der Fakultät.“
Als Jahrgangsbeste in der Ersten Juristischen Prüfung 2025/26 wurden Lukas Raßloff, Ron Straßburg, Oskar Wernitz, Lena Krausmann und Sofia Heupel mit dem Wolf-Rüdiger Bub-Preis ausgezeichnet. Darüber hinaus wurden fünf herausragende Dissertationen prämiert: Dr. Hannes Bastians erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit „Non-Fungible Token als digitale Produkte?“, Dr. Nele Yolanda Parasher für ihre Dissertation „Journalistische Sorgfalt im Medienrecht“. Kira Koethke wurde für ihre Arbeit zum „Zeugnisverweigerungsrecht für Forschende“ ausgezeichnet, Jette Markert für ihre Forschung zu „Trainingsdaten im KI-Entwicklungszyklus“ und Julius Ott für seine Dissertation zum „Schadensersatzprozess bei Zuwiderhandlungen gegen den Digital Markets Act“. Den Preis für den besten Abschluss im Deutsch-Französischen Studiengang in Kooperation mit der Université Paris Nanterre erhielt Rasmus Salander.
Mit dem Förderpreis für die beste Abschlussarbeit im Schwerpunktbereich „Staat – Wirtschaft – Kommunales“ wurde Niklas Krägeloh für seine Arbeit zum Thema „Die finanzielle Förderung Berlins als Bundeshauptstadt durch den Bund“ geehrt.
Quelle: Pressemitteilung Nr. 085 der Juristischen Fakultät v. 4.11.2026, Foto: Thomas Roese

